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Cabernet Sauvignon

By 4 Februar, 2021 No Comments

Alles, was Sie über Cabernet Sauvignon wissen müssen

 

Cabernet Sauvignon ist eine der weltweit meist verbreiteten Rebsorten. Heutzutage haben wir die Möglichkeit mit “Cabernet” hergestellte Weine aus fast allen Regionen, außer weniger Ausnahmen, miteinander zu vergleichen und bei einer Verkostung Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufgrund des Klimas, der Bodenverhältnisse und des Anbaus zu analysieren. Aus diesem Grunde handelt es sich hierbei um eine interessante Sorte, für die es sich lohnt, sich auf die Reise zu begeben um die Merkmale der einzelnen Regionen zu erforschen

Was ist die Rebsorte Cabernet Sauvignon und wo kommt sie her?

 

Cabernet Sauvignon ist eine der weltweit meist verbreiteten Rebsorten. Heutzutage haben wir die Möglichkeit mit “Cabernet” hergestellte Weine aus fast allen Regionen, außer weniger Ausnahmen, miteinander zu vergleichen und bei einer Verkostung Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufgrund des Klimas, der Bodenverhältnisse und des Anbaus zu analysieren. Aus diesem Grunde handelt es sich hierbei um eine interessante Sorte, für die es sich lohnt, sich auf die Reise zu begeben um die Merkmale der einzelnen Regionen zu erforschen.

Die Rebe ist französischer Herkunft, genauer gesagt stammt sie aus der Gegend von Medoc, Bordeaux, wo Ende des XVIII Jahrhundert die größten Anbauflächen zu finden waren. Es entstanden außergewöhnliche Weine, die einen Erfolg nach dem anderen erzielten. Höhepunkt war allerdings die Popularisierung der Rebsorte im XX. Jahrhundert in der Welt der Weine als “noble Traube”. Dies führte zu einer globalen Ausbreitung bis in die Regionen der neuen Welt, wie Kalifornien, Australien, Chile….jedoch ebenfalls in der alten Welt: Spanien, Italien…

Die Geschichte der Herkunft ist etwas ungewiss, doch weiß man, dass einer der vorherigen Namen Bidure war. Dieser Name stammte von der Rebsorte Biturika, die ihre Bezeichnung von Plinius dem Älteren im I. Jahrhundert n. Chr. bekam. Es handelt sich um den Namen des Stammes der französischen Biturgen, die sich in der Gegend des heutigen Bordeaux niederließen.

Es handelt sich um eine natürliche Kreuzung zwischen den Sorten Sauvignon Blanc und Cabernet Franc, was speziell an der pflanzlichen Note der Sauvignon Traube, sowie den betonten Taninen und der Frucht der Franc erkennbar ist.

 

Wonach schmeckt ein Wein aus Cabernet Sauvignon?

 

Die Cabernet Sauvignon Weine sind von der Reife der Traube beeinflusst, denn das bedeutendste Merkmal dieser Sorte sind die pflanzlichen Noten nach grünem Pfeffer, die von dem Pyrazin stammen, einer organischen und aromatischen Verbindung, die in hoher Konzentration in verschiedenen Bereichen dieser Traube zu finden ist.

Die Konzentration des Pyrazin verringert sich mit der Reife der Traube, weswegen oft gesagt wird, dass eine zu hohe pflanzliche Note von einer unzureichenden Reifung stammen kann, was als Defekt angesehen wird. Ein Hauch dieses aromatischen Attributs allerdings, verleiht dem Wein diesen angenehmen und charakteristischen „Touch“.

So kann eine exzessive Reifung ebenfalls einen Geschmack nach Konfitüre oder eingemachtem Obst entfalten, was für einige Gaumen als zu intensiv empfunden wird.   Dies gibt die Möglichkeit mit dieser Eigenschaft der Traube zu spielen: Es wird an verschiedenen Punkten gepflanzt und mit den unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und Aromen kombiniert, um den Weinen eine hohe Komplexität zu verleihen.

Außer dieser besonderen Eigenschaft, kann man generell sagen, dass die jungen Weine, die aus dieser Rebsorte entstehen, Aromen nach Johannisbeere, grünem Pfeffer, reifer Kirsche und Pflaume entfalten. Mit der Zeit und einem Weinausbau in Eiche, entstehen Tabaknoten, Blei, Menthol und würzige Aromen.

Diese Sorte verfügt über eine hohe Konzentration an Taninen und Farbintensität. Es sticht ebenfalls der hohe Säuregehalt hervor.  Aufgrund der Merkmale ist diese Rebsorte sehr geeignet für Weine mit einem Ausbau in Eichenfässern, da diese Holzart hilft, die Adstringenz zu mildern, während die Farbe intakt bleibt und der Säuregehalt dem Wein Lebendigkeit verleiht.

 

Wie lange muss ein Cabernet Sauvignon reifen?

 

Die Cabernet Sauvignon Traube erlaubt es Weine mit verschiedenen Merkmalen herzustellen, die Richtung des Weines hängt vom Hersteller und dem Herstellungsprozess ab. Der Charakter des Weines wird von der Reifung der Traube zum Zeitpunkt der Lese und die Dauer der Maischegärung, d.h. der Gärung der Schalen mit dem Most / Wein bestimmt.

Bei der Herstellung eines jungen Weines werden die Trauben zu einem frühen Reifepunkt geerntet (mittlerer Alkoholgehalt, guter Säuregehalt und mittlere Konzentration) und die Zeit der Maischegärung ist kürzer, was einen fruchtigen, leichten und frischen Wein hervorbringt. Diese Weine sind für einen frühzeitigen Verbrauch gedacht, d.h. sie könnten im Folgejahr nach der Weinlese bereits getrunken und 2 bis 5 Jahre problemlos und ohne Verlust der edlen Merkmale des Weines aufbewahrt werden.

Bei der Herstellung eines Weines mit einem Alterungsprozess, wird die Traube zu einem späteren Reifepunkt geerntet (hoher Alkoholgehalt, mittlerer Säuregehalt und hohe Konzentration) und die Maischegärung ist länger, was einen Wein mit einem Aroma nach reiferen Früchten, einer intensiven Farbe und kräftiger Struktur hervorbringt. Diese Weine sind für einen Ausbau in Holzfässern gedacht, um die Struktur zu mildern und neue Geschmacksrichtungen und Aromen zu erzielen, die durch das Zusammenspiel des Holzes und dem Wein entstehen.

Diese Weine können problemlos über eine lange Zeit in der Flasche aufbewahrt werden, da sie in den ersten Jahren etwas rauer vom Geschmack her sind und die Fassaromen noch deutlich hervortreten.  Mit den Jahren allerdings mildert sich der Geschmack und es entsteht ein Gleichgewicht zwischen den auftretenden Aromen der Traube, kombiniert mit dem Holz. Diese Weine können 10 bis 20 Jahre gelagert werden.

 

Welche Trinktemperatur sollte ein Cabernet Sauvignon haben?

 

Die Trinktemperatur der Rotweine beeinflussen unsere Wahrnehmung der Aromen und des Geschmacks. Bei geringer Temperatur verflüchtigen sich die aromatischen Kombinationen kaum und werden weniger wahrgenommen. Hinsichtlich des Geschmacks, reduziert sich die Wahrnehmung des Alkoholgehaltes, die Süße des Weines und die Tanine verstärkt hervorkommen. Im Gegensatz dazu kann man sagen, dass bei hohen Temperaturen die Aromen eher zum Vorschein kommen. Hinsichtlich des Geschmacks, erhöht sich die Wahrnehmung des Alkoholgehaltes und vermindert sich der Säuregehalt.

Die jüngeren Cabernet Sauvignon Weine ohne Crianza, d.h. ohne Weinbereitung, zeichnen sich dadurch aus, dass sie fruchtiger vom Geschmack her sind, ohne eine große aromatische Komplexität, einen hohen Säuregehalt haben, jedoch die Tanine weniger zum Vorschein kommen. Man empfiehlt eine Trink- bzw. Serviertemperatur zwischen 12 und 14ºC. Bei dieser Temperatur kommen die Eigenschaften dieser Weine am besten zum Vorschein.

Cabernet Weine mit einem kurzen Fassausbau, charakterisieren sich durch Fruchtigkeit kombiniert mit den Aromen des Holzes, eine moderate Srtuktur und einem mittleren / hohen Säuregehalt. Die empfohlene Trinktemperatur liegt zwischen 14 und 17ºC. Diese Temperatur erlaubt es uns die verschiedenen Aromen zu entdecken, sowie die Struktur und die alkoholischen Elemente besser zu genießen.

Was die Cabernet Weine mir einer langen Ausbauphase betrifft, so charakterisieren sich diese durch stärkere Aromen, bei denen sich die fruchtigen mit dem Holz fusioniert haben und dadurch neue komplexe Aromen entstanden sind. Diese Weine verfügen über einen abgeschwächten mittleren Säuregehalt und einer hohen Struktur. In diesem Fall sollte die Trinktemperatur bei 17 bis 20ºC liegen, um das Zusammenspiel der einzelnen Aromen, die Struktur und den Säuregehalt dieser Weine wahrnehmen zu können.

 

Zu welchem Essen wird ein Cabernet Sauvignon serviert?

 

Die Cabernet Sauvignon Weine werden generell mit ihrer ausgeprägten Struktur und ihrem Geschmack nach Waldbeeren, wie die schwarze Johannisbeere, Gewürzen und grünen Noten, in Verbindung gebracht. Aus diesem Grunde eignen sie sich ideal, um sie mit geschmackvollen oder gewürz- sowie fettreichen Essen zu servieren, damit der Wein das Essen geschmacklich nicht übersteigt und die Kombination miteinander angenehm harmonisiert. Die Noten von roten Waldfrüchten, schwarzem Pfeffer und Holz, machen diese Weine zu einem perfekten Begleiter von gegrilltem Fleisch und fettreichen Speisen.

Die jungen Cabernet Weine passen zu fettarmem Fleisch, jedoch mit einem ausgeprägten Geschmack, wie zum Beispiel gegrilltes iberische Schwein oder Lammfleisch.  Ideal ebenfalls, zu Pasta mit fettreichen oder geschmacksreichen Soßen, wie zum Beispiel Blaukäse oder Parmesan, sowie Pilzen und schwarzem Trüffel.

Nach einer Crianza dieser Weine, benötigen sie einen stärkeren Begleiter, weswegen wir in diesem Fall zu rotem Fleisch und Wild übergehen sollten, wie zum Beispiel Rind, Wildschwein oder Ente. Sie kombinieren aber auch sehr gut mit Schmorpfannen oder Eintöpfen jeglicher Art, mit ausgeprägtem Geschmack. Der hohe Taningehalt der Traube wird mit derartigen Kombinationen optimal gemildert, die ideale Art Weine wie diese zu genießen.